Digitale Forensik in der Praxis: Hackathon-Modul startet an der H-BRS

Wie lassen sich digitale Daten forensisch sichern – und wie gehen Angreifer vor, um an Daten zu gelangen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Studierende der Digitalen Forensik) in einem praxisorientierten Hackathon-Modul an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS). Die Auftaktveranstaltung fand am Freitag, 9. Oktober 2026, statt. Durchgeführt wird das Modul von Diplom-Informatiker Markus Schneider.

Im Mittelpunkt steht die forensische Akquisition von zugriffsgeschützten Geräten: die fachgerechte Sicherung digitaler Daten, beispielsweise von Smartphones oder Computern, damit diese anschließend systematisch untersucht und die Ergebnisse nachvollziehbar dokumentiert werden können. Anhand konkreter Szenarien wurden mögliche Vorgehensweisen erläutert und damit die Grundlage für die praktische Arbeit geschaffen.

Die Studierenden arbeiten in Teams von jeweils vier bis fünf Personen. Ihre Aufgaben beziehen sich auf drei Betriebssysteme: Android, iOS und Windows. Das Modul umfasst vier Präsenzveranstaltungen, zwischen denen die Teams in sogenannten Sprints eigenständig an ihren Projekten arbeiten. Bei der Auftaktveranstaltung standen zunächst die Teambildung und die Vorstellung der Themen auf dem Programm. Nun beginnt die dezentrale praktische Arbeitsphase.

Fotos: Juri Küstenmacher, Miriam Lüdtke-Handjery

Das Konzept setzt auf projektorientiertes Lernen: Die Studierenden bearbeiten konkrete technische Fragestellungen, entwickeln gemeinsam Lösungsansätze und wenden ihre Kenntnisse praktisch an.

Auch der persönliche Austausch kam nicht zu kurz: Bei Pizza und Mate bot die Auftaktveranstaltung Gelegenheit, sich kennenzulernen und erste Ideen zu diskutieren. Dass an der H-BRS auch angehende Polizistinnen und Polizisten ausgebildet werden, verdeutlicht die Relevanz digitalforensischer Kompetenzen für die IT-Sicherheit und die spätere Ermittlungsarbeit.