Semesterprojekt mit Wow-Effekt: LKA NRW lobt Analysen der Digitale Forensik-Studierenden
Ausgangspunkt war ein scheinbar harmloses smartes Türschloss – und die Spur zu einem gut versteckten Server im Darknet. Was zunächst unspektakulär wirkte, führte am Montag, 29.06.2026, ins Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen: Studierende des Studiengangs Digitale Forensik an der Hochschule Niederrhein präsentierten dort die Ergebnisse eines semesterlangen Projekts zu einem fiktiven, aber realitätsnahen Ermittlungsfall.
Im Zentrum stand eine professionell agierende Kunstfälscherbande. Mit kriminalistischem Gespür, technischem Know-how und digitalforensischen Methoden – stets entlang einer klaren ethischen Leitlinie – werteten die Studierenden zahlreiche Asservate aus. Dabei rekonstruierten sie nicht nur das Geschäftsmodell der Gruppe, sondern identifizierten auch einen Hauptverdächtigen, weitere Mittäter sowie Kundenstrukturen. Vor Expertinnen und Experten des LKA stellten die angehenden Cyberkriminalistinnen und -kriminalisten ihr methodisches Vorgehen vor und beantworteten kritische Nachfragen mit überzeugender, professioneller Ermittlungsarbeit.
Die Fachleute des LKA NRW zeigten sich von der Präsentation beeindruckt. Insbesondere das strukturierte Vorgehen und die hohe Qualität der Analysen fanden große Anerkennung. Hervorgehoben wurden zudem die Praxisnähe und fundierte Ausrichtung der Ausbildung im Studiengang Digitale Forensik.
Zu Beginn des Besuchs begrüßte Helmut Picko, Abteilungsleiter des Dezernats 4 im LKA NRW, die Studierenden und ihre Begleitungen. Er gab einen Überblick über Aufgaben, technische Möglichkeiten und Ermittlungserfolge des Landeskriminalamts und warb zugleich für den Berufseinstieg bei der Polizei.
Im weiteren Verlauf ermöglichten Thomas Jansen, Dezernats- und Sachgebietsleiter, und sein Team Einblicke in den forensischen Arbeitsalltag. Ein besonderer Programmpunkt war die Führung durch mehrere hochmoderne Labore. Beim abschließenden Get-together nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch über digitale Ermittlungen, Karrierewege und das Projekt. Der Besuch endete als gelungener Abschluss eines intensiven Semesters – und als inspirierender Blick in die Praxis der Cybercrime-Bekämpfung.